wüstenküsse
in deinen armen vergesse ich die farbe der tage
küsse werfen wir auf die alte sprache
wenn wir auf zebrarücken
duftende wüsten durchstreifen
wir bauen uns eine oase mit kamelhaaren
seidenwind zaust unsere worte
während wir uns aberwitzige geschichten erzählen
von fliegenden fischen und tanzenden dschinns
wie sand rinnen deine finger über meinen rücken
eine atemlose etüde
der unsere lippen nacheilen
um über das trapez aus
silben zu balancieren
unter uns das gestern
verwegenen stunden lauschen wir
der zeit entköpft
oder wanderdünen
doch wir halten uns fester
als verlorene seelen im sandsturm
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